25. 08. 2011

Belastungen aus Darlehensverträgen sind unter bestimmten Voraussetzungen in der Lage, die steuerliche Belastung zu reduzieren. Sollen Darlehen zwischen Angehörigen steuermindernd wirksam werden, müssen einige Faktoren beachtet werden. Der Büdelsdorfer Steuerberater Hans-Jürgen Teubert schildert, worauf es ankommt, damit das Finanzamt Darlehensverträge wie gewünscht anerkennt.

Der Abschluss eines Darlehensvertrages mit Angehörigen ist aus rechtlicher Sicht kein Problem. Auch ist es ohne Weiteres zulässig, Verträge zwischen Angehörigen so zu gestalten, dass sich die Steuerlast minimiert. Es handelt sich von vornherein nicht um einen Rechtsmissbrauch, sondern eine zulässige steuerliche Gestaltung von Vertragsverhältnissen. Das Bundesministerium für Finanzen hat im Dezember 2010 die Ansprüche des Fiskus an steuermindernde Darlehen zwischen Angehörigen konkretisiert.

Von größter Bedeutung ist die eindeutige Formulierung des Darlehensvertrages. Es dürfen keinerlei Zweifel an den wesentlichen Vertragsbestandteilen bestehen.

Die beteiligten Vertragsparteien müssen die Anforderungen des Darlehensvertrages offensichtlich erfüllen wollen. Nach Ansicht des Bundesministeriums für Finanzen ist dies insbesondere daraus ersichtlich, ob der konkrete Vertrag im Einzelfall auch zwischen einander fremden Vertragsparteien geschlossen worden wäre. Extrem nachteilige Klauseln würde beispielsweise kein Fremder hinnehmen.

Ob der Darlehensvertrag hingegen das zivilrechtliche Schriftformerfordernis erfüllt, ist aus steuerrechtlicher Sicht zunächst unerheblich. Eine Steuersenkung darf nicht automatisch verwehrt werden, weil der Vertrag zivilrechtlich zu beanstanden wäre. Allerdings muss der Steuerpflichtige den Vertragschluss beweisen können. Objektiv wirksam kann er dies meist nur dann tun, wenn der fragliche Vertrag in Schriftform abgefasst wurde.

In anderer Hinsicht schadet die zivilrechtliche Unwirksamkeit des Darlehensvertrages dennoch der steuerlichen Anrechenbarkeit. In ihr sieht der Fiskus ein schlagkräftiges Indiz gegen einen Bindungswillen der Vertragsparteien. Bemühen diese sich umgehend, die vorliegenden Mängel zu heilen, ist dies Argument genug für einen ernsthaften Vertragsschluss.

Steuerlich anrechenbar sind Darlehensverträge, deren Inhalt über reguläre Hilfestellungen innerhalb einer Familie hinausgeht. Insbesondere muss sich der Vertragsinhalt von Unterhaltsleistungen und anderen typischen innerfamiliären Pflichten abgrenzen lassen.

Steuerliche Erleichterungen ergeben sich aus Darlehensverträgen zwischen Angehörigen also nur dann, wenn sich ihr Inhalt in allen wesentlichen Punkten nicht von einem Vertrag unter Fremden unterscheidet. Fragen hierzu beantwortet der Büdelsdorfer Steuerberater Hans-Jürgen Teubert gerne.

Pressekontakt

Steuerberater Hans-Jürgen Teubert

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